Armut ist eine Frau

Kampagne

Frauenreferat der Stadt Frankfurt

Juni 2013

Ziel der Kampagne war es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Frauenarmut nicht irgendwo stattfindet, sondern ein Frankfurter Thema ist.

Dass die Armut in Deutschland zunimmt ist zwar bekannt. Die eigene Stadt wird davon aber ausgeklammert. Frankfurt, die Stadt der Banken, Versicherungen und der Kreativwirtschaft, wird als wohlhabend eingeschätzt. Falls Armutsphänomene wahrgenommen werden so sind es jene, die im Stadtbild sichtbar sind wie die Problematik der Obdachlosigkeit. Diese sichtbare Armut betrifft weitgehend Männer, tatsächlich aber sind ca. 40.000 Frauen im reichen Frankfurt arm, d.h. es ist ihnen nicht möglich, einen Lebensstandard zu erreichen, der als „normal“ gilt.

Mit einer Plakatkampagne, die mit Hilfe kurzer Frauenbiografien die Armutsschicksale individualisiert, einem „Armutsspiel“, das die Problematik auch emotional kommuniziert sowie einer informativen Webseite wurde das Thema breit öffentlichkeitswirksam aufbereitet. Höhepunkt war der Auftakt-Event in der Schwanenhalle des Römers anlässlich des Internationalen Frauentags. 40.000 bunte hölzerne Spielfiguren wurden zu einer Installation von sechs mal sechs Metern aufgebaut und hinterließen bei der Presse, den Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern sowie den Besucherinnen des Frauentagempfangs ein nachhaltiges und aufrüttelndes Bild.


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